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Justin Arnemann
geb. am 13.04.2002 um 15.19 Uhr in Hamburg Altona PNZ
(Perinentalzentrum) in der 24+5 Schwangerschaftswoche
Gewicht: 700 Gramm
Größe: 30 cm
Justin ist am 13.04.2002 per Not-Kaiserschnitt geholt worden. Ich hatte starke
Blutungen und dunkelgrünes Fruchtwasser. 1 Stunde später und er und ich hätten
es nicht geschafft.
Erst am nächsten Tag konnte ich den Kleinen sehen....und es
war kein schöner Anblick. Er musste 3,5 Monate beatmet werden. Ich musste 6
Operationen mit ihm durchstehen...
- Loch im
Magen
- Duktus
musste operativ verschlossen werden
- Künstlicher
Darmausgang musste gelegt werden
- Der
künstliche Darmausgang konnte zurückverlegt werden
- Er hatte
einen beidseitigen Leistenbruch und rechts einen Leistenhoden
- Bei einer OP
wurde ihm ein Stück Magen mit in die Narbe genäht (aus Versehen), dieses
musste operativ korrigiert werden
Nach etlichen Infekten und den durchstandenen Operationen
durfte ich Justin dann mit nach Hause nehmen - nach 179 Tagen Krankenhaus...
Allerdings mit Überwachungsmonitor für Atmung und Herztöne. Dieses musste er
noch bis zu seinem 1. Lebensjahr tragen.
Er bekam vom ersten Tag an Krankengymnastik und
Frühförderung. Mit 3 Jahren kam er in einen Kindergarten für körperbehinderte
Kinder. Dort bekam er Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie.
Er sitzt im Rollstuhl, hat Unterschenkelorthesen und einen
Rollator (Gehwagen).
Mit den Orthesen und dem Rollator ist es ihm möglich kurze
Wege zu laufen, allerdings nur kurze Wege da ihm die Muskulatur fehlt. Er hat
eine Spastik auf der linken Seite, somit kann er die linke Hand kaum benutzen.
Justin sollte im Jahr 2008 eingeschult werden, was für mich
in einen fast 7 monatigen Kampf ausartete. Die Gutachterin war der Meinung, dass
Justin in eine Schule für geistig behinderte Kinder gehört, womit ich absolut
nicht einverstanden war...
Ich habe mich nicht einschüchtern lassen und meinen Wunsch
für Justin, auf eine Schule für körperbehinderte Kinder zu gelangen, auch
durchbekommen, nachdem ich bei der zuständigen Behörde mit Klage gedroht habe!
Seit September 2008 besucht Justin nun die Elfenwiese in
Harburg und bekommt dort auch alle Therapien, die für ihn wichtig sind direkt
vor Ort. Dazu gehören Krankengymnastik, Ergotherapie, therapeutisches Schwimmen
und therapeutisches Reiten.
Mein Wunsch ist es, dass Justin irgendwann laufen kann und
das ohne Hilfsmittel. Er soll irgendwann selbständig genug sein für sein
weiteres Leben.
Ich hoffe durch eine Delphintherapie, dass es seiner
Muskulatur gut tut und er mehr Selbstvertrauen aufbauen kann, was in der
heutigen Zeit als behinderter Mensch sehr wichtig ist, um sich dem Alltag und
den Mitmenschen auch stellen zu können.....
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